BLOGREIHE: Partizipation - eine Erziehung auf Augenhöhe (Teil 1)

 

Teil 1: Die Wickelsituation in der Kita

 

„Kinder sollen so sein dürfen, wie sie sind“ sagt Janusz Korczak und damit hat er – meiner Meinung nach – vollkommen Recht. Ein Ansatz, der es Kindern ermöglicht ihr Leben in weiten Teilen selbst (mit) zu bestimmen, ist der der Partizipation – einer Erziehung auf Augenhöhe. Partizipation, also die aktive Teilhabe des Kindes an täglichen Abläufen und Prozessen, ist ein vielfältiges aber auch umstrittenes Konzept: Heißt das etwa, mein Kind wird im Winter stundenlang ohne Jacke nach draußen zum Spielen geschickt, wenn es sich nicht anziehen lassen will? Ich kann euch beruhigen: Nein, heißt es natürlich nicht :-)

 

Um Vorurteile zu diesem ganz besonderen Ansatz aus dem Weg zu räumen, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, ihn in einer Blogreihe genauer unter die Lupe zu nehmen und mögliche Sorgen, Bedenken und Zweifel zu thematisieren und (hoffentlich ;-) ) zu beseitigen. Besonders spannend finde ich, wie solche Situationen in pädagogischen Einrichtungen gelöst werden. Das Kinderhaus Bullerbü (DRK) in Weingarten arbeitet nach dem partizipativen Ansatz, bei dem das Kind mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Ich habe mich mit Fanny Oberrieder-Christin zum Interview getroffen: Sie ist die Kitaleiterin des Kinderhauses Bullerbü und hat mir spannende Einblicke in den Umgang mit verschiedensten Themen gegeben. Ich durfte mit ihr unter anderem über die Punkte Schlafen, Essen, Freizeitaktiväten, Regeln oder die Rolle der Eltern beim Prinzip der Partizipation sprechen. Alle zwei Wochen veröffentliche ich einen weiteren Blogbeitrag mit dem Mitschnitt des Interviews zu einem dieser Themen – also nicht verpassen!

 

Den Anfang macht heute: Das Wickeln

 

Wickeln und Umziehen sind sehr intime Situationen, die großes gegenseitiges Vertrauen voraussetzen. Deswegen werden sie von dem Kind und den Pädagogen immer individuell gestaltet. Fanny Oberrieder-Christin erklärt mir, was das konkret für den Kitaalltag bedeutet, ob es feste Wickelzeiten gibt und welche Rolle dabei die nonverbale Kommunikation des Kindes spielt. Und was tun die Erzieherinnen und Erzieher etwa, wenn sich ein Kind plötzlich gar nicht mehr wickeln lassen möchte? Die Antworten darauf gibt’s im Interview*:

 

 

Musikquelle: https://www.musicfox.com/info/kostenlose-gemafreie-musik.php

 

An dieser Stelle möchte ich noch einmal ein großes Dankeschön an die super offenen und lieben pädagogischen Fachkräfte aussprechen. Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt und uns somit einen kleinen Einblick geben könnt, wie ihr den partizipativen Ansatz in Eurer Einrichtung mit den Kindern und deren Familien lebt: Kinderhaus Bullerbü (DRK) in Weingarten

 

Mehr zum Thema Wickeln gibt es auch in meinem letzten Blogbeitrag nachzulesen „Quietscheentchechen gefällig“. Schaut doch mal vorbei!

 

Hier geht´s zum zweiten Interview :-) seid gespannt! BLOGREIHE: Partizipation - eine Erziehung auf Augenhöhe (Teil 2)

 

 

* Ach ja, das Interview ist über Soundcloud eingebettet, bitte schaut Euch die Cookie-Richtlinie von Soundcloud sowie auch meine Datenschutzerklärung an.

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